Bereits vor Schuleintritt sind bei den Kindern erste Rechenstrategien zu beobachten. Der Zahlbegriffserwerb nach Ginsburg (1977) ist zunächst gekennzeichnet durch den Übergang vom ungeordneten verbalen Zählen zum geordneten verbalen Zählen in Vorwärtsrichtung, ohne dass der kardinale Aspekt berücksichtigt wird. Bei den ersten Rechenversuchen ab ca. 4 Jahren zählen die Kinder beide Summanden einzeln, um dann anschließend alle Elemente nochmals von vorne zu zählen. Weiter lesen »

Die Motivation ist die Bereitschaft, Anstrengungen auf sich zu nehmen, um auf einem Gebiet erfolgreich zu sein. Sie ist das Produkt aus dem Anreiz, den die Bewältigung einer Anforderung auslöst und der Erwartung (Erfolgszuversicht) diese Anforderung bewältigen zu können. Die Komponenten sind voneinander abhängig. Die Motivation sinkt, wenn einer der Faktoren wenig stark vertreten ist. Wenn die Misserfolgserwartung immer mehr ansteigt, dann sinkt auch das Interesse, also der Annreiz. Motivationale und emotionale Variablen wirken offenbar neben dem mathematischen Vorwissen als Mediatoren (vgl. Kretschmann 2003). Weiter lesen »

Gute Rechenfertigkeiten sind in unserer Gesellschaft genau so wichtig wie das Lesen und Schreiben. Jedoch hat das Rechnen bisher keinen höheren sozialen Status erreicht. Dies könnte daran liegen, dass Mathematik in größeren Teilen unserer Gesellschaft missverstanden wird. Die Menschen erinnern sich an die Art von Mathematik, die sie in der Schule erlebt haben und konstruieren sich ihre eigene Welt der Mathematik, die aus der Arithmetik der Grundschule und ein wenig Algebra oder Geometrie aus der weiterführenden Schule besteht. Das Ergebnis ist, dass sie eine eingeschränkte Sichtweise über mathematisches Lernen erwerben. Sie glauben, dass Mathematik erlernen bedeutet, Regeln und Formeln auswendig zu lernen und durch viel Übung als Automatismus einzuschleifen (vgl. Davis 1986). Weiter lesen »

19November

Was ist Mathematik?

matheblogger Mathematik-Theorie

Mathematik stammt vom ursprünglich griechischen Wort „mathematike“ das sich zu „mathema“ wandelte und bedeutet soviel wie „Gelerntes“ (vgl. Meyers Handlexikon 1997, S.567).
Das „Gelernte“ beschreibt eindrucksvoll, dass mathematisches Wissen nicht grundsätzlich angeboren ist, sondern zum größten Teil erlernt und verinnerlicht werden muss, ehe es angewendet werden kann. Kinder erlernen Mathematik in der Schule. Jedoch auch schon kleine Kinder sind im Alltag in der Lage, mathematische Strukturen zu erfahren, wie z. B. beim Tisch decken, beim Anziehen oder auch im Spiel mit anderen Kindern. In jeder Alltagssituation kann ein mathematisches Problem enthalten sein. Die Kinder machen Erfahrungen mit Objekten oder Prozessen und verinnerlichen diese nach und nach zu einer geistigen Tätigkeit. Ausgangspunkt der Denkprozesse ist konkretes Handeln und differenzierte Wahrnehmung. Mathematisches Wissen entwickelt im Zusammenhang mit wirklichen Problemen entwickelt, diese werden erst nach und nach zu mathematischen Problemen (vgl. Jetter 1982, 67f.). Dieser alltägliche anschauliche, aber auch der wissenschaftlich formale Charakter macht mathematisches Wissen aus. Doch genau dieser Doppelcharakter kann das Erlernen der Mathematik für manche Kinder schwierig gestalten (vgl. Wember 1996, S.16). Weiter lesen »

17November

PISA: Sachsen neue Nummer 1

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Im PISA-Ländervergleich hat das Bundesland Sachsen am besten abgeschlossen und verdrängt Bayern auf Platz 2. Im internationalen Vergleich liegt Sachsen damit nur knapp hinter dem PISA-Sieger Finnland. Glückwunsch!

15November

Känguru Wettbewerb

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Seit 1995 findet jedes Jahr der Känguru-Wettbewerb in Deutschland statt. Dieser Mathe-Schulwettbewerb findet an Schulen statt und erfreut sich großer Beliebtheit. 1995 starteten gerade mal 184 Teilnehmer. Letztes Jahr waren es schon 549.000! Tendenz steigend.

Die Aufgaben sind ganz schön kniffelig. Hier ein Beispiel der Klassenstufe 3/4 im Jahr 2006: Zum Aufgabenblatt.

14November

Mathe-Niveau an Hauptschulen

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Heute schreibt die Berliner Morgenpost,  dass jeder vierte Hauptschüler in Mathematik das Leistungsniveau eines Sechsjährigen hat. Dies ergab eine neue Testreiche an Hauptschulen. In meinen Augen besteht hier wirklich akuter Handlungsbedarf.

Die Länder haben sich zumindest auf eine “gemeinsame umfassende Förderinitiative” verständigt. Zielhorizont sind die Jahre 2012 bis 2015. Schade, dass nicht sofort etwas unternommen werden kann…

Wer sich Gleichungen online ausrechnen lassen möchte, sollte sich algebra.com anschauen. Gleichungen wie

(x-3)*(x^6-2x^3+1)=0

sind kein Problem für den kostenlosen “Universal Simplifier and Solver”. (Die Lösungen für das Beispiel lauten übrigens x=3,x=1,x=1).

13November

Mathe im Trend

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Nach “Mathe” wird auch im Web gesucht. Schaut man sich die Nachfrage nach dem Begriff “Mathe” bei Google Trends an, bemerkt man, dass in den Sommerferien die Nachfrage stark zurückgeht. Im Mai steigt das Suchvolumen hingegen an: Letzte Versuche die Zeugnissnote nach oben zu reißen?

Google Trends

Google Trends

Auch interessant, dass das Jahr der Mathematik für mehr Präsenz in den Medien gesorgt hat. Doch was war nur Ende 2006 los? Da schien “Mathe” zumindest in der Presse in aller Munde gewesen zu sein… Hat jemand eine Erklärung?

Archimedes war der wahrscheinlich bedeutendste griechische Mathematiker, Physiker und Ingenieur. Lebte wahrscheinlich von 287 v. Chr.-212 v. Chr und hatte seinen Lebensmittelpunkt in Syrakus im heutigen Sizilien.

Archimedes war ein Sohn des berühmten Astronomen Pheidias am Hof des Hieron von Syrakus. Pheidias soll zunächst auch der Lehrer des Archimedes gewesen sein. Später studierte Archimedes an der Universität von Alexandria. Von ihm sind heute elf Schriften bekannt, die aber teilweise als verschollen galten. Weiter lesen »