Wie der Matheblog soeben berichtet, hat der französiche Mathematiker Gromov heute den Abelpreis 2009 für seine revolutionären Beiträge zur Geometrie erhalten. Der Abelpreis ist eine der wichtigsten Auszeichnungen in der Mathematik, ähnlich der Fields-Medaille.
Prädiktoren (Hinweise) zur Voraussage mathematischer Leistungen
Was muss ein Kind können, um im Mathematikunterricht erfolgreich zu sein? Besonders für den Beginn des Rechnenlernens in der ersten Klasse werden solche Voraussetzungen gesucht, die in der Vorschulzeit entstehen müssen. Dazu gehören zum Beispiel spezifische Faktoren wie Verständnis von Mächtigkeit von Mengen, Zählfertigkeit oder das Ordnen von Mengen, aber auch unspezifische Faktoren, wie Intelligenz, Aufmerksamkeit und Schnelligkeit des Abrufs von Faktenwissen aus dem Langzeitgedächtnis. Es ist aber fraglich, wie viel Gewicht den einzelnen Fähigkeiten beigemessen wird und ob es eine Hierarchie unter den einzelnen Fähigkeiten gibt.
Kretschmann (2003) sammelt spezifische und unspezifische Risiko- und Schutzfaktoren von Kindern für mathematische Kompetenzen. Diese werden im Folgenden kurz vorgestellt. Anschließend wird die Studie von Kristin Krajewski (2003) dargestellt, die nicht nur die Voraussetzungen untersuchte, sondern die Vorläuferfertigkeiten spezifisch daraufhin prüfte, ob sie potenzielle Prädiktoren (also eine Vorhersagekraft) für gute mathematische Leistungen darstellen. Sie unterscheidet dabei zwischen spezifischen und unspezifischen Faktoren und setzt diese mit den mathematischen Fähigkeiten in Beziehung. Weiter lesen »
Number worlds wurde in den USA von Sharon Griffin (2007) entwickelt und bisher existiert es noch nicht in übersetzten Fassungen. Das Förderprogramm ist für Kindergartenkinder zur Prävention geeignet und kann bis zur sechsten Klasse weitergeführt werden. Das Programm im Kindergarten wird innerhalb von 30 Wochen durchgeführt und ist für die Risikokinder konzipiert, die bisher noch keine Förderung erhalten haben. Es kann sowohl in großen Gruppen als auch als Kleingruppenförderung oder Einzelförderung genutzt werden. Weiter lesen »
Das Frühförderprogramm „Mengen, Zählen, Zahlen“ (MZZ) wurde von Kristin Krajewski auf der Grundlage ihrer vorhergehenden Studie entworfen, in der sie spezifische und unspezifische Prädiktoren für mathematische Schulleistung betrachtete und zu dem Schluss kam, dass durch die Förderung dieser Prädiktoren die Schulleistung gesteigert werden kann. Daraufhin entwarf sie in Zusammenarbeit mit Gerhild Nieding und Wolfgang Schneider (2007a, b) ein Förderkonzept zur spielerischen Vermittlung der abstrakten Struktur der Zahlen. Das Konzept beruht auf einem entwicklungs- und pädagogisch-psychologischen, sowie didaktischen Fundament. Weiter lesen »
Das Konzept „Komm mit ins Zahlenland“ von Friedrich und Galgóczy (2004) ist speziell für Vorschulkinder, aber auch für die Grundschule und die Förderschule geeignet. In diesem Konzept werden personalisierte Zahlentiere oder Zahlenpuppen als didaktisches Mittel genutzt. Die Kinder lernen die „Wohnorte“ der Zahlen kennen, die in der Reihenfolge der Zahlwortreihe aufgebaut sind. In dem Zahlengarten der Zahlen, der ein n-Eck der jeweiligen Zahl abbildet, befindet sich immer die entsprechende Anzahl an Gegenständen. Zusätzlich werden „Zahlenmärchen“ erzählt und Lieder über die Zahlen gesungen. Das Lied der Zwei wird zum Beispiel mit zwei Tönen im 2/4-Takt gespielt, das Lied der Drei ist ein Walzer mit drei Tönen im ¾-Takt. Des Weiteren gibt es einen Zahlenweg, unterschiedliche Aktivitäten und Spiele, sowie eine „Matheecke“. Weiter lesen »
Das Zahlenland wurde von Gerhard Preiß entworfen. Die mathematische Frühförderung ist für Kinder ab vier Jahren konzipiert. Sie besteht aus 22 Einheiten, die einmal pro Woche eine bis eineinhalb Stunden in altersgemischten Gruppen von 12-15 Kindern stattfinden sollen. Folgende Zielsetzungen werden verfolgt: Weiter lesen »
Bereits frühes mathematisches Wissen lässt sich fördern und kann das Risiko einer Rechenschwäche stark vermindern. Nun ist aber die Frage, durch welche Konzeptionen lassen sich Vorläuferfertigkeiten fördern und welcher theoretischen Begründung folgen sie. Außerdem wird überprüft, ob und wie die Programme evaluiert worden sind. Weiter lesen »
Neben den allgemeinen Aspekten, die jede Förderung, aber auch jede Unterrichtsstunde enthalten sollte, werden hier bestimmte Aspekte vorgestellt, die eine mathematische Frühförderung besonders positiv erscheinen lässt. Natürlich sollte neben diesen Aspekten auch Individualität, Integration und daraus folgende Differenzierung in den Kindertagesstätten stattfinden. Weiter lesen »
„Wann fängt die Mathematik an? Wenn ein Kind ein Dreieck von einem Quadrat, zwei von drei, drei von vier unterscheiden kann? Oder: wenn während die Mutter geradeaus geht, das Kind um die Buschanlage herumläuft, um am Ende die Mutter zu überraschen? Es hängt davon ab, wie bewusst es geschieht.“ (Freudenthal 1981, S.100)
Um diese Bewusstheit mathematischer Handlungen zu fördern, darf die Mathematik im Kindergarten nicht nur eine Begleiterscheinung sein, sondern muss gezielt gefördert werden, um benachteiligten Kindern eine gleichwertige Chance für die spätere schulische Leistung bieten zu können. Die PISA-Studie zeigte, dass Deutschland nicht dazu in der Lage ist, hohe Bildungsqualität zu leisten und den Jugendlichen gleich gute Bildungschancen zu bieten, ohne dass diese von sozialen, ethnischen oder kulturellen Disparitäten abhängig sind. Weiter lesen »
Die Bildungserfahrungen der frühen Kindheit sind nach neueren Untersuchungen und Theorien eine bedeutende Phase in der individuellen Entwicklungsbiografie. Sie wird als Grundstein des Lernens betrachtet. Diese Perspektive gewinnt auch immer mehr an bildungspolitischer Bedeutung. Auch die neurowissenschaftlichen Befunde lassen darauf schließen, dass die Kinder in frühen Jahren über ein ausgebildetes Lernpotenzial verfügen (vgl. Oberhuemer 2003). Die Förderung benachteiligter Kinder in der Vorschulzeit ist eine Schlüsselvoraussetzung zur Erreichung der Chancengleichheit in der Schule (vgl. Griebel & Niesel 2003). Weiter lesen »