21Dezember

Number Worlds

matheblogger Mathematik-Theorie

Number worlds wurde in den USA von Sharon Griffin (2007) entwickelt und bisher existiert es noch nicht in übersetzten Fassungen. Das Förderprogramm ist für Kindergartenkinder zur Prävention geeignet und kann bis zur sechsten Klasse weitergeführt werden. Das Programm im Kindergarten wird innerhalb von 30 Wochen durchgeführt und ist für die Risikokinder konzipiert, die bisher noch keine Förderung erhalten haben. Es kann sowohl in großen Gruppen als auch als Kleingruppenförderung oder Einzelförderung genutzt werden.

Zusätzlich zu dem Programm, das von speziell ausgebildeten Lehrern durchgeführt wird, existiert das Computerprogramm „Buildings Blocks“, das von den Kindern zur Übung genutzt werden kann. Das Programm soll ca. 45-90 Minuten am Tag oder als Intensivtraining in 60-90 Minuten durchgeführt werden. In dem Kindergartenprogramm werden in fünf unterschiedlichen „Ländern“, fünf verschiedene Aspekte der Zahl und der Menge kennen gelernt. Der Ablauf der Einheiten ist durch einen Wochenplan genau vorgegeben. Die Stunden sind immer in vier Einheiten aufgeteilt: „warm up“ (bekannte Fertigkeiten werden wiederholt), „Engage“ (Vermittlung des Wissens: Hier werden auch Arbeitsbögen für die Kinder ausgeteilt und Erklärungen gegeben.), „Reflect“ (Es werden Fragen zu dem Inhalt gestellt, wie „Woher weißt du das? Wie findest du das heraus?, Erkläre mir…“.) und „Assess“ (Eine Einschätzung der Leistungen der Kinder, um die Arbeit des Lehrers zu reflektieren. Die Leistungen der Kinder werden wöchentlich formell und täglich informell getestet.). Zusätzlich werden den Kinder Arbeitsbögen als Hausaufgabe mit nach Hause gegeben, die sie mit den Eltern gemeinsam erledigen sollen.

Number worlds wurde seit Mitte der 80er Jahre weiterentwickelt und verbessert. Es wurde durch fünf Längsschnittstudien (vgl. Griffin, Case & Siegler 1994) mit 20 bis 183 Kindern überprüft und zeigte einen signifikanten Wissenszuwachs der geförderten Schüler im Vergleich zu den nicht-geförderten.
Der Zeitaufwand des Förderprogramms ist enorm groß. Die angesetzte Zeit, die gefördert werden soll, ist zumindest in deutschen Kindergärten kaum realisierbar, da auch noch andere Bereiche der Förderung bedürfen und keinesfalls vernachlässigt werden dürfen. Insgesamt wirkt das Programm als ein vorgezogener Schulunterricht, in dem die Kinder abgetestet werden, in dem Erklärungen gegeben, die dann auf Arbeitsbögen gefestigt werden. Sogar Hausaufgaben werden den Kindern mit nach Hause gegeben. Eine Verschulung des Kindergartens…

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